Lade deine Freunde in den Messenger ein!

In dem Brand-Profile “Lade deine Freunde in den Messenger ein!” fordert Microsoft die Facebook-Nutzer auf, mit einem praktischen Online-Tool ihre Facebook-Freunde in den Windows Live Messenger einzuladen. Diese ist meine erste kommerzielle Facebook-Seite und das erste Mal, dass ich einen gestalteten Profil-Reiter einsetze.

Mit Design von Robert, Texten von Jerry und einem Konzept von mir ist dies im übrigen auch die erste Facebook-Seite meiner Agentur KMF (nicht zu verwechseln mit dem Facebook-App, das ich bereits für die Social Media-Kampagne MÄNNERHERZEN unseres Kunden Warner konzipiert habe). Eingeführt wird die Seite mit Flash-Skyscrapern auf Funktions-Seiten, die mit einem Morph vom Facebook-Icon hin zum Messenger-Buddy die Funktion der Seite visuell umgehend auf den Punkt bringt, sowie mit einem Engagement Ad, das strikt auf Messenger-Nutzer getargetet ist.

Für die Seite gab es ein paar Vorüberlegungen, die interessant sind zu erwähnen - zumindest noch, denn noch kennen wir deren Erfolg nicht:

  • Botschaft: Die Seite muss sich auf das Einladen von Facebook-Freunden in den Messenger konzentrieren, damit für Facebook-Nutzer nicht der Eindruck entsteht, dieses sei eine Übergreifende Messenger-Seite oder -Community. Daher sollen generelle Vorteile von Messenger und Instant Messaging nicht im Vordergrund, sondern in einer gesonderten Rubrik - den Notizen - stehen.
  • Gestaltung: Da die Seite eine Verknüpfung von Facebook- und Messenger-Kontakten anstrebt, sollte die Seite mehr wie ein ‘offizielles’ Feature von Facebook bzw. einer Kooperation aussehen und bewusst den Eindruck vermeiden, Windows Live sei mit seiner gesamten Marketing-Abteilung in Facebook einmarschiert. Mit einer gestalterisch engen Anlehnung an das Facebook-Design soll also Vertrauen erzeugt werden. Das Profil-Bild, das jeder Kommunikation zurseite steht, soll diese Überlegung auffällig zusammenfassen, indem es das Facebook-Logo mit einem Buddy, dem Protagonisten des Messengers, verbindet.
  • Viral: Einem Tipp von AllFacebook.com folgend soll die Landingpage (der gestaltete Reiter namens “Freunde in den Messenger einladen”) einen prominenten Hinweis auf den “Ein Fan werden”-Button besitzen: “Klicke auf [Ein Fan werden] um auf dem Laufenden zu bleiben”. Dieser sorgt dafür, dass die Seite in den Höhepunkten (nach dem Facebook-Redesign: in den Neuigkeiten) der Freunde des neuen Fans auftaucht.

In einem Feinkonzept zu berücksichtigende Einstellungen sind (in Klammern die Wahl in dieser Kampagne):

  • Owner (Ich, Agentur; Frank, Kunde)
  • Seiten-Name (Ausformulierter Call-to-Action)
  • Profilbild (in Anlehnung an die Botschaft auf einen Blick erfassbar)
  • Pinnwand-Schreibrechte für Fans (’an’ und zu beobachten)
  • ‘Über uns’-Text (kurze Zusammenfassung, was man auf dieser Seite lernen kann)
  • ‘Info’-Reiter-Text (Umformulierung der Botschaft in von Facebook vorgegebene Felder)
  • Lieblingsseiten (Alle Facebook-Angebote von Windows Live)
  • Default-Reiter (der gestaltete Reiter mit dem Fan-werden-Hinweis)
  • Verwendete Applikationen und deren Rechte (alle Apps ohne Seiten-Reiter/-Felder mit Ausnahme der folgenden)
  • Start-Inhalte der Pinnwand (Begrüßung, Links, Videos und Notizen sowie zuletzt der direkte Link zum Windows Live-Tool)
  • Start-Inhalte der Notizen (Vorteile von Instant Messaging und Windows Live Messenger sowie ein Schritt-für-Schritt-Tutorial)
  • Text und Design der gestalteten Reiter (in Anlehnung an obige Vorüberlegungen)

Gelernt haben wir in dem Projekt auch nicht schlecht:

  • Mit dem App Static FBML kann man prima Reiter wie “Freunde in den Messenger einladen” erstellen - einfach App zur Seite (Nicht Personal Profile…) hinzufügen und HTML (oder auch FBML) reinkopieren, speichern.
  • Brand-Profiles können auch für Nicht-in-Facebook-registrierte Nutzer sichtbar gemacht werden. Ist in unserem Fall nicht relevant, da wir mit Bannern in Facebook werben. Sollte man aber einfach wissen.
  • Flash kann - entgegen der Dokumentation - auf einer Brand-Page nicht sofort geladen werden. Stattdessen setzt Facebook ein Bild als Platzhalter ein, das erst nach einem Klick das Flash laden lässt. Wir haben also auf Flash verzichtet und stattdessen ein animiertes GIF genommen. Meine Nerven…
  • Auf Iframes - ob HTML oder FBML - muss auf Brand-Profiles mit den Apps Static FBML und Static HTML vollständig verzichtet werden.
  • Bei der Gestaltung sollte man direkt auf einem geleerten Facebook-Screenshot arbeiten, damit die Seite auch im Facebook-Framework gut aussieht. Haben wir glücklicherweise gleich gemacht ;) Bezieht sich das Design auf den [Ein Fan werden]-Button, verändert sich dessen Position mit der Länge des Seiten-Namens…
  • Opinion Polls, das offizielle Umfrage-App von Facebook, ist buggy. Pro Administrator kann es nur einmal auf der Pinnwand einer Brand-Page veröffentlichen. Bei uns war das auf der Testseite…
  • Das Facebook-Stylesheet hat komische Sachen mit einer sauber codierten HTML-Tabelle gemacht, die in denselben Browsern außerhalb von Facebook korrekt dargestellt wurden. Allerdings waren dies die Tabelle “Links”, die u.a. 1px hohe Zeilen als Gestaltungsmittel nutzen wollte. Andere Tabellen mit ‘normalen’ Höhen waren nicht betroffen.
  • Es bietet sich an, zunächst eine Dummy-Seite zu erstellen. So kann man das Konzept auch gleich gut auf seine Funktion hin überprüfen und es ohne Missverständnisse mit dem Kunden abstimmen.
  • Facebook erlaubt mit dem Seiten-Manager ein übersichtliches Tracking, das auch als Excel-Datei exportiert werden kann.

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