Ich habe mich mal wieder ein wenig auf TED umgeschaut und in der Reihe What’s next in Tech (wieder einmal) einen die-Sicht-ändernden Vortrag entdeckt, der sich um Genetik und Entwicklung dreht - und den einen oder anderen Blick auf die Software des Lebens öffnet.
Juan Enriquez hat die New-Economy miterlebt. Er scheint sich auszukennen in der Genetik-Szene und mit der Programmierung von DNA. Er sagt den Boom voraus. Interessant wird sein Gedanke für mich beim parallelen Blick auf die Geschichte des Internets als ‘Markt’.
Denn es ist soweit: DNA-Programmierer wie Craig Venter haben die Entwicklung bereits aufgenommen - die Vision von Enriquez wird bald Realität.
Nur wie ist der Weg dahin? Gepflastert mit Fehlschlägen von Script-Kiddies die nicht wissen was sie tun? Man denke an die Krebs-Forschung im Film Hancock… Gottogott. Es scheint ohnehin schon so zu sein, dass uns Abenteurer wie Venter und Multinationale wie Monsanto den Code aller möglichen unserer natürlichen DNA-Quellen unterm Hintern weg patentieren.
Das geht so nicht - wenn irgend etwas wirklich open source ist, dann die Codes der Natur. Wo sind die Regeln, die das Kommen von Enriquez’ Bild annehmbar machen? Wer sorgt dafür, dass diese Jungs gefälligst ihren eigenen Code schreiben, statt mit unterentwickelten Werkzeugen an Gottes Codes rumzupfuschen - ohne die Logik der Anwendung auch nur ansatzweise verstanden zu haben, dafür aber mit dicken Marketing-Budgets in der Hand, um ihre (Mal)Ware weltweit auf den Markt zu werfen?
Nein, die Beteiligten sollen ihr Geld mit eigener Software verdienen: ‘From Scratch’ entwickelt, damit sie nicht in derselben Umgebung läuft wie wir und unsere Gesundheit.